Panzanella nach Robert und Alain


Robert hatte sich vor einiger Zeit von Alain Ducasse inspirieren lassen und eine etwas modernere Variante der Panzanella präsentiert. Panzanella mit Gurke? Hatte ich noch nie, aber kann man ja mal ausprobieren.

Nachdem ich mir neben dem Rezept auch die Kommentare durchgelesen hatte, konnte ich dem ein oder anderen nur zustimmen: Panzanella muss noch etwas Biss haben, es ist einfach die Mischung aus aufgeweichtem und noch krossem Brot, die für mich diesen Salat ausmacht. Deswegen habe ich lediglich die Hälfte der Brotwürfel eingeweicht und auch die Einweichzeit von 1-2 Stunden auf lediglich die verbleibende Zubereitungszeit reduziert. Allerdings hatte dies zur Folge, dass mein Türmchen später etwas instabil wurde, aber mei, das verlieh dem Ganzen halt eine schöne Dynamik ;).

Hauptsache die Mischung aus weich und kross stimmte. Und auch geschmacklich stimmte es. Einziges Manko: Ich bin jetzt nicht sooo der Essigliebhaber (wollte es aber trotzdem mal - mit - probieren) und ich habe die Menge an Essig deutlich reduziert, allerdings empfand ich es trotzdem noch als etwas zu sauer. Mein Mitesser fand es so gut, wie es war. Das nächste Mal werde ich auf Zitrone ausweichen, dann haben wir einen gemeinsamen Nenner.

Zutaten für 2 Personen
150 - 200 g Chiabatta
50 ml Weißweinessig (plus etwas mehr zum Abschmecken)
4 Sardellenfilets in Öl
1 EL Kapern
2 Gurken (ca. 500 - 600 g)
2 mittlere Tomaten
Olivenöl

Zubereitung
Das Brot in kleine Würfel schneiden und in einer Pfanne anrösten.

Den Essig, die Kapern und zwei klein gehackte Sardellenfilets in eine Schüssel geben. Die Hälfte des Brotes dazu geben und alles locker vermischen. Zur Seite stellen und ziehen lassen.

Eine Gurke mit einem Sparschäler schälen. Die Schale wiederum in feine Streifen schneiden. Die Gurke entkernen und grob würfen.

Die zweite Gurke ebenfalls entkernen und davon ca. 5 EL feine Würfel schneiden. Die restliche Gurke ebenfalls nur grob würfeln.

Die grob gewürfelten Gurkenstücke pürieren und durch ein Sieb streichen. Die restlichen zwei Sardellenfilets zerdrücken und in den Gurkensaft geben. Mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und etwas Essig abschmecken.

Die Tomaten kreuzweise einschneiden und kurz in kochendes Wasser geben, herausnehmen und die Haut abziehen. Entkernen und in feine Würfel schneiden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die restlichen gerösteten Brotwürfel, ein paar Tomatenwürfel und ein Schuss Olivenöl zu dem eingeweichten Brot geben. Alles miteinander locker vermengen.

Zum Anrichten jeweils ein Speisering von ca. 8 cm Durchmesser zuerst mit etwas Brot befüllen, dann ein paar Gurkenwürfel und die Gurkenstreifen. Zum Schluss noch ein paar Tomatenwürfel. Den Ring abziehen, etwas Gurkensaft außen herum angießen, ein paar Spritzer Olivenöl dazu und gut pfeffern.

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3 Kommentare:

lamiacucina hat gesagt…

mehr Biss durch die ganzen Brotstückelchen tun dem Gericht gut. Nur bei einer Tomatenpanzanella mag ich es, wenn das Brot nass ist.

Charlotte hat gesagt…

Ich stimme dir vollkommen zu - bei Panzanella muss das Brot noch Biss haben (zumindest einen Teil davon). Dann ist er perfekt!

Dein Bild ist übrigens mal wieder wunderschön! :-)

Milliways hat gesagt…

@Robert: Bei manchen Sachen muss Manschepansche einfach sein :-).

@Charlotte: Der Turmbau lenkt schön davon ab, dass die Tomaten eigentlich unscharf sind ;-)