Süß, sauer, fruchtig, frisch, warm und kalt - alles Worte, die dieses unwahrscheinlich leckere Dessert beschreiben. Und dann ist es auch noch simpel in der Zubereitung. Gut, vielleicht etwas aufwändig, wenn man nicht gerne Suppen & Co durch ein Tuch drückt oder - wie ich - keine Eismaschine besitzt. Aber es ist nichts, bei dem man großartig etwas verkehrt machen könnte. Sogar das Sorbet hat es mir verziehen, dass ich es nicht alle halbe Stunde umgerührt hatte und stattdessen einen schönen Nachmittag abseits der Küche verbracht hatte. Einfach eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Gefrierfach genommen und nochmal gut mit dem Zauberstab durchpüriert. War auch ok, wobei ich dennoch die Methode mit dem "alle halbe Stunde rühren" bevorzuge, das ist irgendwie liebevoller dem Eis gegenüber ;-).
500 g Rhabarber
250 ml Weißwein
50 g Zucker (im Original-Rezept stehen 100 g)
500 g Erdbeeren
100 g Puderzucker (mehr oder weniger, je nach Süße der Erdbeeren)
250 g Buttermilch
Zubereitung
Erdbeeren waschen und in kleine Stücke schneiden. Besonders schöne Erdbeeren (ca. ein Drittel) werden für später als Einlage beiseite gelegt. Die Erdbeeren mit ca. 50 g Puderzucker pürieren und mit der Buttermilch verrühren. Mit dem restlichen Puderzucker abschmecken. Die Erdbeermilch entweder in der Eismaschine weiter verarbeiten, oder in ein Plastikgefäß umfüllen, in das Gefrierfach stellen und in den nächsten drei Stunden alle 30 Minuten mit einer Gabel gut durchrühren, so dass die Eiskristalle wieder aufbrechen und das Sorbet cremig wird.
Rhabarber putzen, abziehen und klein würfeln. Zwei Drittel der Rhabarberwürfel mit dem Wein in einem kleinen Topf aufkochen. Mit Zucker abschmecken. Das Ganze bei kleiner Hitze ca. 30 Minuten ruhen lassen.
Den Rhabarbersud durch ein Tuch pressen und die restlichen Rhabarberstückchen zu der heißen Consommé geben und 5 Minuten ziehen lassen.
Die restlichen Erdbeeren vierteln oder halbieren, auf tiefe Teller verteilen und mit der Consommé und den Rhabarberstückchen übergießen. Je eine Kugel Erdbeer-Sorbet dazu setzen und sofort servieren.
Quelle: Meine Familie & ich - Kreativ Küche, Leicht genießen - Ausgabe 4/2008

3 Kommentare:
Wow, das sieht echt toll aus! Besonders das Sorbet gefällt mir. Ich habe nämlich auch keine Eismaschine, bin aber eine besonders effektive Eisvernichtungsmaschine... ;-)
Es sieht aus, wie ein richtig feines Süppchen. Meine Rhabarberstaude ist im letzten winter eingegangen. Jetzt muss ich auf den gekauften zurückgreifen.
@Charlotte: *g* Vernichtungsmaschine ist eindeutig die platzsparendere Variante, als das eisproduzierende Ding ;-).
@TFaK: Schade um die Pflanze, aber wenn man Glück hat, findet man auf dem Markt auch seltenere Sorten, die man sonst nie probiert hätte.
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