Pinienkernkuchen mit Rosmarin

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Die Schonzeit für meinen liebevoll überwinterten Rosmarinstrauch namens Rosemarie ist um. Meine selbst aufgestellte Faustregel lautet: Finger weg von der Rosemarie, solange sie in der Wohnung zur Untermiete steht. Aber seit gestern darf wieder geerntet werden. Rosie aalt sich - zumindest vorerst - in der Sonne, verschlingt eine Kanne Wasser nach der anderen und erholt sich von den Strapazen des Winters. Und das hat sie auch nötig, das arme Ding schaut doch noch etwas mitgenommen aus. Aber dennoch kannte ich kein Pardon und habe mir ein paar Zweige abgeknapst, um meine Fantasie von einem Pinienkernkuchen mit Rosmarin in die Realität umzusetzen. Experiment geglückt. Lediglich den Fettgehalt von Pinienkernen hatte ich leicht unterschätzt. Das nächste Mal weniger Butter, aber wirklich nur ein ganz klein wenig.

Zutaten für eine Spingform von 20 cm Durchmesser
3 Eier
100 g Butter (das nächste Mal etwas weniger) und etwas mehr für die Form
120 g Pinienkerne, gemahlen
2 leicht gehäufte Esslöffel gehackte Rosmarinnadeln
50 g Mehl
Abrieb einer Zitrone
etwas Salz
gemahlene Mandeln oder Semmelbrösel für die Form
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung
Backofen auf 180° vorheizen. Eine Springform von 20 cm Durchmesser mit etwas Butter einfetten und mit gemahlenen Mandeln ausstreuen.

Die Eier trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Eigelb, Butter und Zucker schaumig rühren.

Mehl, Backpulver, Pinienkerne und Zitronenabrieb miteinander vermengen und unter die Eigelbmasse rühren. Eischnee unterheben und den Teig in die vorbereitete Springform füllen. Ca. 15 - 20 Minuten backen.

Mit Puderzucker bestreuen.

6 Kommentare:

Suse hat gesagt…

Schmeckt man die Pininekerne heraus? Ich mag es gern bissig und hätte vielleicht noch einige ganz in den Teig gegegeben.
Die Kombination klingt allerdings ziemlich gut.

Meinen Rosmarin hab ich leider etwas zu früh an die Luft gesetzt. Da er im Haus leicht anfind zu schwächeln, hab ich ihn umquartiert. Eine Nacht musste er ordentlich frieren, so dass die Hälfte der Nadeln braun wurden. Allerdings scheint in den Zweigen noch Leben zu sein, so dass er jetzt in der Sonne steht mit der Hoffnung, dass er sich bald erholen möge.

Charlotte hat gesagt…

Ich kann mir zwar überhaupt nicht vorstellen, wie das schmeckt (besonders wegen des Puderzuckers), aber es klingt toll und sieht richtig lecker aus!

Milliways hat gesagt…

@Suse: Wenn man von den Pinienkernen weiß, dann schmeckt man sie dezent heraus. Einer meiner Testesser ist allerdings schon am Rosmarin verzweifelt, weil der den Geschmack nicht zuordnen konnte ;D.

Ich hatte die Kerne im Mörser pulverisiert und irgendwann nur noch halbherzig gestößelt, da war dann auch noch etwas Biss übrig (wenn man das bei den weichen Kernen so nennen kann ;-)).

@Charlotte: Ich konnte es mir vorher auch nur vage vorstellen.Das war mein erstes süßes Rosmarinexperiment ;D.

petra hat gesagt…

Tolles Experiment, kriege den Geschmack aber schwer auf die Zunge, will das mal mit einer Mini-Menge
versuchen.

schönesLeben hat gesagt…

Wenn ich mir dein Rezept so anschaue, dann muss glaube ich mein Rosmarinstock auch drann glauben.

Viele Grüße aus dem windigen Puchheim, das jetzt Stadt geworden ist.

Martin

das.Sternenkind hat gesagt…

toll :)