
Im Großen und Ganzen würde ich mich in Sachen Essen als durchaus experimentierfreudig bezeichnen. Aber wenn es darum geht altbewährtes abzuändern, dann kann ich ganz schön bockig werden. Sobald sich mein Mitesser zur Abwechslung mal Spinatlasagne oder Gemüsebolognese wünscht, gucke ich ihn nur ganz verständnislos an. Wieso? Das Risiko einer Enttäuschung ist mir an dieser Stelle einfach zu groß. Außerdem gibt es mein Lieblingsessen eh viel zu selten (wobei 2-3 Mal im Jahr für einen Foodie ja schon fast regelmäßig ist *g*), da bleibt kein Platz für Experimente.
Aber diesmal habe ich mich überzeugen lassen. Das Bild einer Kürbsibolognese spukt mir schon seit letztem Herbst durch den Kopf, genauer gesagt, seit Steph ihre Kürbsipizza gebloggt hatte. Julianes Küribs-Bolognese hatte mich schließlich vollends davon überzeugt, dass Kürbis ein legitimer Ersatz für Sellerie, Karotten & Co sein kann. In Anlehnung ihres Rezeptes entstand dann eine Sauce, bei der ich innerhalb einer Woche zum Wiederholungstäter wurde. Chili und Zimt harmonieren im Herbst einfach prima mit Kürbis. Während der Salbei einen Hauch Frische ans Essen bringt.
Zutaten für 4 Personen
500 g Spaghetti500 g Hackfleisch
1 kleiner Hokkaido-Kürbis
2 Schalotten
Chili (nach Geschmack)
1 große Dose geschälte Tomaten
1-2 Knoblauchzehen
frischer Salbei
etwas Öl zum Andünsten
Zimt, Salz, Pfeffer, Parmesan
Zubereitung
Kürbis waschen und halbieren. Mit einem Löffel die Kerne herauslöffeln. Den Kürbis in Spalten schneiden und würfeln.Schalotten und Knoblauch abziehen und fein würfeln. Wer mag, kann noch die ein oder andere Chili fein hacken. Schalotten, Knoblauch und Chili mit etwas Öl bei geringer Hitze in der Pfanne andünsten. Die Hitze etwas erhöhen, das Hack hinzu geben und krümelig braten.
Kürbiswürfel hinzugeben und mit andünsten. Tomaten zugeben und aufkochen. Bei schwacher Hitze unter gelegentlichem Rühren ca. 20 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit einen Topf mit Salzwasser für die Spaghetti aufsetzen und diese nach Packungsanleitung al dente garen.
Die Bolognese mit etwas Zimt (wirklich nur ganz wenig), Salz und Pfeffer abschmecken. Frischen Salbei fein hacken und unterrühren.
Pasta mit Bolognese und Parmesan servieren.

19 Kommentare:
Die Verfeinerung mit Zimt und Salbei gefällt mir sehr gut! Sollte ich auch noch mal probieren.... :)
Viele Grüße und schöner Tag noch,
Juliane
Interessantes Gericht. Vor allen die Gewürzmischung die du verwendest lässt einiges vermuten. Salbei mit Zimt ... hmmm .... trau ich mich das ? :-)
Sieht köstlich aus. Hast du meine Kürbis-pasta gesehen? Musst du unbedingt probieren, wenn dir Pasta mit Kürbis schnmeckt!
@Juliane: Ich stand dem Curry noch etwas skeptisch gegenüber, deswegen der Zimt ;-).
@Barcalex: Tschaka, du schaffst es ;-).
@TaglichFreudeAmKochen: Ich muss gestehen, ich bin zur Zeit nicht ganz up-to-date, was die Bloggerwelt betrifft, aber ich komme gleich mal rüber gehuscht :-).
Schöne Idee! Wieviel Tomaten nimmst Du denn? Oder hab ich grad welche auf den Augen und seh's nicht ;)?
Hoppala, die habe ich in der Tat unterschlagen. Das war eine große Dose geschälte Tomaten ;-).
kürbisbolognese hab ich auch mal (aber anders) gemacht. ich liebe das :)
Das sieht wirklich lecker aus. Werde ich vielleicht auch mal probieren. Mein Man mag leider kein Kürbis:( aber für mich werde ich es mal machen:)
Lg Kiwi von the cooking brides
Hmmm, werde ich auch probieren, Dein Teller sieht toll aus!
Oha, das macht in der Tat Lust. Werde ich wohl auch mal versuchen. Kurz zur Kochzeit. Reichen da 20 Minuten? Ist das dann nicht eine flüssige Angelegenheit? "Normale" Bolognese kocht bei mir schon so 2 - 3 Stunden...
Gruß Tom
@Sternenkind: Wie war denn deine Variante?
@Kiwi: Vielleicht kannst du ihn ja noch vom Gegenteil überzeugen.
@Miss Boulette: Danke :-).
@Tom: Ja, eine normale Bolognese dauert bei mir auch eeeewig. Je länger, desto aromatischer. Aber das Kürbisaroma ist von Anfang an da, und daher ist eine lange Kochzeit auch nicht weiter nötig, zumal der Kürbis sonst matschig werden würde.
Die Konsistenz "passt scho'", außer Tomatensaft kommt ja keine Flüssigkeit ran. Ich musste die Bolognese vor dem Essen noch ca. 10 Minuten warmhalten und währenddessen immer wieder etwas Wasser dazu geben, damit die Sauce nicht anschlägt.
mhhh lecker, die Idee mit den Gewürzen gefällt mir sehr gut.. hab ich auch schon oft gekocht und da mir die Soße so gut schmeckt habe ich es oft ohne Nudeln gegessen *flöööt* Liebe Grüße Karin
Dito. Wenn die Nudeln all sind und noch Sauce übrig, bin ich nicht gerade traurig. Es kann nie zu viel Sauce geben!
Würde mich gerne hinsetzten und mit essen. In Zukunft kannst Du mir einen Teller beamen :-)
Kriege hier solches Essen nicht, bin seit längerem unterwegs in SEA, deshalb die Stille, sorry.
Mein Kürbis wartet förmlich darauf so zubereitet zu werden :-)), ab in die Liste!!
L G
Irène
Hallo
Na das ist ja mal ne klasse Idee.......überhaupt dein ganzes Kochbuch gefällt mir sehr gut.
ich hab noch einen Kürbis im Keller der schreit nach Verwertung...Viele grüsse aus der alten Heimat....Martina
Soooo,
ich habe es getan :-)), Fotos kann man hier sehen!!
http://irenesleckereien.blogspot.com/2010/12/kurbis-bolognese-von-milliways.html
L G Irène
@Erich: Für unsere Zwecke würde schon ein Replikator genügen ;-). Und du musst gar nichts entschuldigen, deine Reiseeindrücke sind einfach toll und machen Lust auf mehr!
@Martina: Vielen Dank für die Blumen :-).
@Irène: Das ging ja flott *freu*!
Hallo
Ich bins wieder........ich habs nun auch gemacht...oberlecker...
Bild gibts hier:
http://martinaskochkueche.blogspot.com/2010/12/kurbis-bolognese-von-milliway.html#more
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