
Als Paules vor einigen Wochen ihr Kürbiseis mit Kürbiskernkrokant präsentierte, gab es für mich nur noch eines: Nachmachen! Leider wurde es nicht ganz stilecht, da ich keine Kürbiskerne zur Hand hatte. Dafür konnte ich endlich mein angebrochenes Päckchen Mandelblättchen aufbrauchen, in dem ich sie zu Mandelkrokant verarbeitete.
Das Eis schmeckte einfach fantastisch! Das einzige, das beim ersten Schlecken etwas befremdlich war, war die Stärke, die sich im Mund breit machte. Aber gut, das gehört halt zum Kürbis dazu, trübt aber keinesfalls den Geschmack oder Genuss, es ist für Eis einfach nur ungewohnt. Das Eis wird es auf jeden Fall wieder geben und sollte während der Kürbiszeit in keinem Tiefkühlfach fehlen. An dieser Stelle, vielen lieben Dank, liebe Paules, für dieses wunderschöne Kürbisrezept.
Zutaten
für das Kürbispüree
1 Hokkaidokürbis mit Schale, geviertelt und entkernt (Es wird später nicht alles benötigt. Das restliches Püree lässt sich gut zu Raviolifüllung, Risotto oder Kürbssauce verarbeiten.
für das Eis
2 Eier
100 g brauner Zucker
250 g Sahne
150 g Vollmilch
einen knappen Teelöffel gemahlener Zimt
1/2 Sternanis
1 Prise gemahlener Kardamon
1 Prise Salz
200 g Kürbispüree
Mark einer Vanillestange
für den Mandelkrokant
2 EL Mandelblättchen
1 EL Zucker
Zubereitung
Für das Püree die Kürbisviertel in eine Auflaufform legen, mit Alufolie abdecken und bei 200 °C ca. 60 Minuten im Backofen weich garen. Anschließend pürieren. Fertig.
Für den Krokant Mandelblättchen mit dem Zucker in einer Pfanne gleichmäßig verteilen,
leicht anrösten und karamellisieren lassen. Zum Abkühlen auf ein
Backpapier geben. Anschließend auf die gewünschte Größe mörsern. Wer keinen Mörser besitzt, gibt den Krokant in ein Gefrierbeutel und maltretiert diesen mit dem Nudelholz.
Für das Eis die Eier mit dem Handmixer ca. 1-2 Minuten auf höchster Stufe schön schaumig schlagen. Zucker nach und nach hinzugeben, sowie den Zimt, Anis, Kardamon und etwas Salz. Weiterhing gut rühren, bis eine dickliche, schaumige Masse entsteht.
Kürbispüree und Vanillemark in eine Schüssel geben und die Eimasse durch ein Passiersieb hinzugeben. Alles gut verrühren und nach Möglichkeit die Aromen noch ein 1-2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.
Da ich keine Eismaschine besitze, konnte ich mir den letzten Schritt sparen und die Masse gleich im Tiefkühlfach unterbringen. Den Timer des Handys auf 30 Mintuen gestellt und dann wurde in den nächsten - schätzungsweise - drei Stunden alle halbe Stunde das angehende Eis mit einer Gabel immer wieder vom Rand gekratzt und gut durchgerührt. Wenn man dann soweit ist, dass sich das Eis kaum noch rühren lässt, gibt man den Krokant hinzu und rührt es unter.

15 Kommentare:
Wunderschön ist es geworden dein Eis und es freut mich sehr, dass es dir geschmeckt hat. Find' ich gut, dass es auch ohne Eismaschine funktioniert. LG
Wow! Das hab ich mir gleichmal für unsere Kochgruppe abgespeichert. Die lieben solche Eiskreationen.
@Paule: Was ist dir eigentlich lieber, mit oder ohne 'S' *verwirrt bin* *g*? Wenn man handgerührtes Eis noch am gleichen Tag isst, passt das schon. Am nächsen Tag ist es dann allerdings durchgehärtet und man kann sich nicht spontan ein Eis genehmigen. Ich schätze, dass dürfte mit richtig gerührtem Eis besser sein.
@Schnick Schnack Schnuck: Toll, wenn man einen Haufen experimentierfreudiger Leute hat und man keine Angst haben muss, dass einer herumpienst :D.
@ Milliways: :)) Beides ist OK! Paule ist die korrekte Form (wird übrigens "Pol" ausgesprochen) und paules (genauso ausgesprochen) ist ein Kosename, den ich auch öfters als Nickname verwende. Ich reagiere auf beides ;-)
Zum Eis, auch mit der Eismaschine zubereitet kann das Eis, wenn man es einige Stunden im Gefrierschrank hat, sehr hart werden. Aber das ist von Rezept zu Rezept verschieden. Am besten im Kühlschrank etwas antauen lassen, wenn es zu hart zum Formen ist.
LG
*klick* Jetzt habe ich sogar das Wortspiel im Blgnamen kapiert 8).
Ich muss zugeben, meine erste Reaktion war: Küüürbiseis?
Aber ich weiß ja, dass wir beide eigentlich einen ähnlichen Geschmack haben.
Btw: Hast du damals eigentlich auch diesen Erdbeer-Gurken-Salat ausprobiert?
Lillebi, ich kann deine Skepsis verstehen. Ich war auch sehr argwöhnisch, als ich das erste Mal Kürbisrisotto mit Amarettinibröseln gegessen hatte. Aber seitdem mag ich Kürbis fast nur noch als Süßkram oder wenigstens mit einem Hauch von Süße.
Wegen dem Erdbeer-Gruken-Salat, da bin ich leider nicht mehr dazu gekommen... irgendwie hatten wir nie gescheites Salatwetter ;-). Aber er steht schon ganz oben auf meiner Nachkochliste für den kommenden Sommer, zusammen mit einem - achtung - Tomaten-Melonen-Salat :D .
Die Stärke wäre für meinen Gaumen auhc ein "Problem".
Ich überlege gerade, ob es nicht evtl. aromatische, aber stärkeärmere Sorten gibt...
Mit Kürbissorten kenne ich mich leider so gut wie gar nicht aus, aber wenn dir eine Lösung eingefallen ist, kannst du sie ja bloggen ;-).
Sehr schön - wird ausprobiert.
Wahnsinn was die Tage alles für Kürbisrezepte auftauchen :-)
@ Suse & Milliways: ich hab' das Eis auch mit einem Hokkaido Kürbis gemacht (aus Mama's Garten ;-) ) und das Eis war überhaupt nicht stärkelastig. Wohingegen ich letztens eine Kürbismarmelade aus Butternuss Kürbis gemacht habe und da hat man das mehlige Gefühl im Mund schon etwas verspürt. Da hab' ich mal etwas gegoogelt und anscheinend ist es nicht nur sortenabhängig, sondern die Stärke intensiviert sich auch, wenn man zu lange mit dem Zauberstab püriert, ähnlich wie bei Kartoffeln.
Danke Paule! Du hast die richtigen Stichworte gefunden :D . Das mit dem Pürieren macht Sinn. Bei mir gab es neulich Ravioli mit Kürbisfüllung und bei jedem erneuten Rühren während des Abschmeckens wurde das Püree immer "brandteigartiger".
Ich bekomme demnächst nochmal eine Kürbislieferung, da wird dann wieder experimentiert *freu*.
Und es leuchtet einfach wieder grandios! :-)
wow das hatte ich noch nie...sieht super lecker aus!!
@Christina: Das Auge isst schließlich mit ;-).
@Alissa: Dankeschön :-)
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