Kirschsuppe

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Im Dezember hatte ich ein griechisches Kochbuch geschenkt bekommen: Vielfalt entdecken - Griechisch kochen. Gleich beim ersten Durchblättern stach mir die Kirschsuppe ins Auge. Erstens wegen der zauberhaften Mädchenfarbe. Zweitens, weil das Rezept für mich so gar nicht nach typisch griechisch klingt... könnte für mich auch hier in Deutschland als regionale Küche durchgehen.

Wie dem auch sei, das Buch bekam ich im Winter, also musste ich mich noch bis zum Sommer gedulden. Als es dann die ersten Kirschen gab, haben mich die Preise erstmal rückwärts taumeln lassen. Ich bin in Sachen Essen zwar alles andere als ein Geizhals, aber um einmal durchpüriert zu werden, waren mir die Kirschen dann doch zu schade. Dann kam ich aus dem Urlaub zurück, die Kirschpreise hatten sich nicht wirklich gebessert, aber das Thema des aktuellen Garten-Koch-Events lautete "Kirschen", was ich einfach mal als Anlass nahm, um endlich diese Kirschsuppe auszuprobieren.

Garten-Koch-Event Juli: Kirschen [31.07.2010]
Das Ergebnis war durchaus lecker, aber auch sehr sehr süß. Obwohl der Wein etwas gekocht wird, würde ich die Suppe nicht auf nüchternen Magen essen, schon gar nicht bei hohen Temperaturen. Beim ersten Probieren dachte ich, es haut mich um ;-).

Allerdings bin ich nicht so der Fan von "Süß als Hauptspeise" und deshalb waren für meinen Geschmack die Mengenangaben viel zu viel. Das nächste Mal würde ich die Hälfte kochen und es als Dessert oder "einfach so für Zwischendurch" servieren. Wer eher auf dickflüssigere Suppen steht, sollte beim Aufkochen der Kirschen etwas Stärke unterrühren, dann löffelt es sich später besser. Ich bin beim Nachschlag auf Trinkgläser und Strohhalm umgestiegen.
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Zutaten für 2 Personen (als Hauptgericht)
300 g Süßkirschen
150 g Zucker (lieber mit weniger anfangen)
500 ml trockener Weißwein
Saft von 1 großen Zitrone
300 g Schlagsahne
1,5 EL Kirschlikör (habe ich weggelassen)
Zucker, Zimtpulver

Zubereitung
Die Kirschen waschen, entkernen und zusammen mit dem Zucker und Wein in einen Topf geben und aufkochen. Das Ganze bei kleiner Flamme ca. 7 Minuten köcheln lassen.

Den Topf vom Herd nehmen und die Kirschen fein pürieren. Die Suppe soweit abkühlen lassen, dass beim Hinzufügen der Schlagsahne nichts gerinnt. Also Schlagsahne, Zitronensaft und Kirschlikör hinzufügen, mit Zucker und Zimt abschmecken. Die Suppe schmeckt sowohl warm, als auch kalt.

7 Kommentare:

Arthurs Tochter hat gesagt…

Vielleicht viel weniger Zucker, dafür Koriander, etwas Hühnerbrühe... diese Suppe inspiriert mich!

Milliways hat gesagt…

Hui, kling mutig *g*. Koriander ja, aber bei der Hühnerbrühe verlässt mich gerade mein Vorstellungsvermögen... aber vielleicht bin ich noch zu sehr von dem vielen Süß voreingenommen, da braucht's erstmal ein Geschmacks-Reset.

Suse hat gesagt…

Ja, die klingt wirklich süß ;o)

Für die herzhafte Variante würde ich statt mit Koriander vll. erstmal mit Thymian anfangen.

Bei der lieblichen Variante könnte ein wenig LAvende auch für den Kick sorgen.

Milliways hat gesagt…

Soweit hätte ich ja auch mal denken können. Lavendel passt da auf jeden Fall!

das.Sternenkind hat gesagt…

toll!

Yvi3009 hat gesagt…

sieht wirklich klasse aus, aber ich würde die Suppe eher als Nachtisch essen bzw. Vorspeise, und als Hauptgericht was deftiges ;-)

Liebe Grüße
Yvi

Anonym hat gesagt…

Hab das mal mit Sauerkirschen und Amarettolikör (hatte kein Kirschwasser) ausprobiert. Einfach spitze und nicht so süß. Zitrone kann man da ruhig weglassen.